Die anorektale Manometrie hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Untersuchungsverfahren der proktologischen Diagnostik entwickelt, wird aber nur in wenigen Kliniken routinemäßig durchgeführt. Sie ist derzeit die einzige objektivierbare Meßmethode zur Beurteilung von Kontinenzstörungen und findet ihren Einsatz bei der Diagnostik der Inkontinenz, der prä- und postoperativen Verlaufskontrolle bei proktologischen Erkrankungen sowie zur Indikationsstellung für ein manuelles Sphinktertraining. Für den Chirurgen kann die 3-dimensionale Darstellung einer eventuellen Sphinkterasymetrie eine wichtige Hilfe bei der Operationsplanung darstellen.
In unserer Klinik führen wir seit Dezember 1997 aufbauend auf der Meßstrecke zur Oesophagusmanometrie die schnelle kontinuierliche Durchzugsmanometrie des rektalen Sphinkterapparates mittels 8-Kanal-Perfusionskatheter durch.
Derzeit wird die Methode von 3 Mitarbeitern beherrscht und regelmäßig mindestens zweimal pro Woche durchgeführt. Seit dieser Zeit haben wir über 150 Patienten aus unterschiedlichen Indikationsgruppen untersucht, unter anderem 39 Patienten mit Tumoren des Kolon / Rektum vor resezierenden Eingriffen (insbes. vor tiefer ant. Resektion), 48 Patienten vor Hämorrhoiden-OP, 26 Patienten mit rektalen Fisteln und 7 Patienten mit einem Rektumprolaps. Bei 4 Patienten mit Diskontinuitätsresektion nach Hartmann konnte mittels Manometrie über eine eventuelle Anus-praeter-Rückverlegung bzw. weiteres Sphinktertraining und dessen Erfolg entschieden werden.
Somit stellt die anorektale Manometrie bei vertretbarem Aufwand und geringer Belastung für den Patienten eine wichtige Untersuchungsmethode mit hoher Aussagekraft in der coloproktologischen Chirurgie dar.
Das besondere Augenmerk bei der chirurgischen Sonographie gilt nicht nur der apparativen Ausstattung, sondern vor allem dem durchführenden Untersucher. Im Idealfall führt der Chirurg die Sonographie durch, der den Patienten klinisch untersucht hat und auch später einen evtl. notwendigen chirurgischen Eingriff durchführt.
Einen weiteren Vorteil für die optimale Beurteilung intraoperativer Befunde bietet vor allem in der Leberchirurgie die intraoperative Sonographie, die wir regelmäßig durchführen. Somit werden optimale Voraussetzungen für die Sicherung eines hohen Qualitätsstandards geschaffen.
In unserer Klinik wird auch der Ausbildung junger Kollegen auf diesem Gebiet eine hohe Aufmerksamkeit gewidmet.
Anschrift (Eutritzsch)
Delitzscher Straße 141
04129 Leipzig
Haus 1, 2 und 6
Geschäftsführender Chefarzt
Prof. Dr. Arved Weimann, M.A.
Beruflicher Werdegang
Telefon: 0341 909-2201
Hotline: 0341 909-4004
Telefax: 0341 909-2234
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Leitender Oberarzt
Dr. med. Roland Plato
Anzahl Betten
48
Beteiligungen an interdisziplinären Zentren
Tumorzentrum (IBO),
regionales Kooperatives Darmzentrum Nordwest-Sachsen,
im Aufbau: Adipositaszentrum