Die morbide Adipositas stellt mit den Begleit- und Folgeerkrankungen in den entwickelten Industrie-ländern zunehmend ein relevantes medizinisches Problem dar. In Deutschland besteht eine sehr hohe Prävalenz der Adipositas. 30 – 35 % der Deutschen zwischen 45 und 65 Jahren sind adipös (Body Mass Index BMI über 30 kg / m²), ca. 2 % gelten mit einem BMI über 40 als extrem / morbid adipös. Besonders besorgniserregend ist dieses gesellschaftspolitische Problem bei Kindern und Jugendlichen. Jedes fünfte Kind in Deutschland leidet an Übergewicht! 4 % der Kinder und 5 - 8% der Jugendlichen sind adipös (Jähne J., Der Chirurg 76, 2005, 637-38). Ursachen sind hauptsächlich Fehlernährung (zu hohe Energieaufnahme) und Bewegungsmangel (zu geringer Energieverbrauch).
Bei einer Vielzahl von Patienten mit morbider Adipositas versagen Diätprogramme. Auch wenn die Chirurgie eine kausale Behandlung der Adipositas nicht bietet, stellt sie gegenwärtig die einzig effektive Therapieform zur dauerhaften Gewichtsreduktion dar. (Gadière GB, Der Chirurg, 2005).
Das setzt neben begleitenden Maßnahmen einen kooperativen, motivierten Patienten voraus. An chirurgischen Techniken stehen restriktive und malabsorptive Verfahren sowie deren Kombination zur Verfügung. Die Implantation von Magenschrittmachern befindet sich noch in einem relativ frühen Stadium zur Behandlung der Adipositas. Die OP-Techniken können offen als auch laparoskopisch erfolgen.
Restriktive Verfahren:
Malsorptive Verfahren
Wir bieten adipösen Patienten neben einer ausführlichen, kontrollierten Diätberatung die Schulung und konservative Therapie in der Gruppe. Zur Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erfolgt die Mitbetreuung durch Psychologen.
Zur Verlaufskontrolle führen wir die Bioelektrische Impedanzanalyse der Körperzusammensetzung (B.I.A) durch.
Bei Versagen aller diätetischen Maßnahmen erfolgt zur Klärung der Erfolgaussichten einer Operation und des geeigneten Operationsverfahrens die Implantation eines Magenballons. Erst danach wird über die Indikation zur Magenbandimplantation entschieden.
Damit erfüllt unser Programm die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und der Deutschen Adipositasgesellschaft.
Neben Rauchen gilt Adipositas heute als die wichtigste Ursache für vermeidbaren vorzeitigen Tod. (Allison DB et al., JAMA 282, 1530.)
Zur Reduktion von Fettschürzen und überschüssiger Hautfalten besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Plastische und Handchirurgie.
Erste Ergebnisse des Adipositasprogramms können Sie hier nachlesen.
Das Team
Anschrift (Eutritzsch)
Delitzscher Straße 141
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Haus 1, 2 und 6
Geschäftsführender Chefarzt
Prof. Dr. Arved Weimann, M.A.
Beruflicher Werdegang
Telefon: 0341 909-2201
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Leitender Oberarzt
Dr. med. Roland Plato
Anzahl Betten
48
Beteiligungen an interdisziplinären Zentren
Tumorzentrum (IBO),
regionales Kooperatives Darmzentrum Nordwest-Sachsen,
im Aufbau: Adipositaszentrum