Jährlich werden im Gesamtklinikum über 1500 neue Tumorerkrankungen verschiedenster Entitäten diagnostiziert und über 5000 Tumorfälle stationär behandelt. Die Zunahme multimodaler Behandlungsstrategien in der Onkologie erfordert eine effektive interdisziplinäre Zusammenarbeit um eine optimale Patientenversorgung gewährleisten zu können. Die Etablierung des in den vergangenen beiden Jahren aufgebauten Interdisziplinären Behandlungszentrums für Onkologie stand auch im Jahr 2002 im Vordergund der fachübergreifenden interdisziplinären Zusammenarbeit.
Um auch Patienten und deren Angehörigen dieses Konzept nahezubringen sowie einen Einblick in die Möglichkeiten und Vorgehensweisen einer modernen interdisziplinären Onkologie zu ermöglichen, wurde ein gemeinsamer Tag der Offenen Tür im Interdisziplinären Behandlungszentrum für Onkologie organisiert. Hier hatten interessierte Patienten, Angehörige sowie medizinisches Personal die Gelegenheit interdisziplinäre onkologische Therapieplanung hautnah mitzuerleben. Gemeinsam mit Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Chirurgen und Gynäkologen wurden Behandlundskonzepte vom Beginn der Diagnostik bis zur endgültigen Therapie, Nachsorge und begleitender Betreuung durch die Tumorberatungsstelle von den einzelnen Fachdisziplinen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Die ständige Aktualisierung der klinikinternen standardisierten Behandlungsrichtlinien sowie die Integration und Überwachung laufender klinische Studien gehören ebenso zu den Aufgaben des interdisziplinären Behandlungszentrum Onkologie wie unsere halbjährlich stattfindenden Onkologischen „St. Georg Gespräche“, die durch einen engen Erfahrungsaustausch mit den niedergelassenen Onkologen der Region Leipzig eine wesentliche Bereicherung in der Behandlung unserer Patienten darstellen und eine enge Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Behandlung gewährleisten. Auch im vergangen Jahr konnten wir diesen gemeinsamen Ansatz pflegen und im November fand ein erster „Workshop interdisziplinäre Onkologie“ zum Thema „Multimodale Therapie des fortgeschrittenen Oesophagus- und Magenkarzinoms“ unter Beteiligung anerkannter nationaler Referenten statt.
Besonders freuen wir uns über die Annahme und die große Aktivität der dem Klinikum angegliederten Tumorberatungsstelle durch Patienten und Angehörige. Sowohl in der stationären Behandlungszeit, in der die Diagnosen-stellung, Therapieplanung und -Durchführung erfolgt, als auch bei der späteren ambulanten Betreuung, steht die Beratungsstelle Patienten und ihren Angehörigen sowie dem medizinischen Personal bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit, den erforderlichen Therapien sowie der späteren ambulanten Betreuung und sozialen Wiedereingliederung beratend zur Seite. Eine erste Kontaktvermittlung und die enge Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen sind ebenso Anliegen der Tumorberatungsstelle wie die Unterstützung von Patienten und Ihrer Angehörigen durch einen Psychoonkologen.
Nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit der im Juni 2001 gegründeten
Krebliga e.V. konnte die Vermittlung und Durchführung einer genetischen Beratung Betroffener mit familiären Krebsleiden im Klinikum angeboten werden.

Kontaktadresse:
Krebsliga e.V.
Klinikum St. Georg gGmbH
04129 Leipzig
Telefon 0341 - 9 09 23 25
Fax: 0341 - 9 09 23 26
E-Mail: Krebsliga'at'sanktgeorg.de
Internet:
www.krebsliga.de
Vier Nachsorgeschemata Kolorektaler Karzinome finden Sie auf einer extra Seite
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Delitzscher Straße 141
04129 Leipzig
Haus 1, 2 und 6
Geschäftsführender Chefarzt
Prof. Dr. Arved Weimann, M.A.
Beruflicher Werdegang
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Telefax: 0341 909-2234
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Leitender Oberarzt
Dr. med. Roland Plato
Anzahl Betten
48
Beteiligungen an interdisziplinären Zentren
Tumorzentrum (IBO),
regionales Kooperatives Darmzentrum Nordwest-Sachsen,
im Aufbau: Adipositaszentrum